Der Versandhandel und der Logistikbereich boomen. Allein in den letzten acht Jahren wuchs die Sendungsmenge von etwa 2,3 Milliarden auf 4,1 Milliarden Sendungen im Jahr 2021.

Dies stellt gewisse Anforderungen an das Packgut und vor allem dessen Verpackung. Die äußeren Einflüsse, die auf Verpackungen einwirken, können vielfältig und schwerwiegend sein, während das Paket von A nach B unterwegs ist. Wir zeigen dir jetzt, wie eine moderne Schutzverpackung funktioniert und welchen Anforderungen sie standhalten muss.


Hand & Nachhaltigkeit

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Verpackungsschutz: Warum ist er wichtig für Verbraucher und Unternehmen?

Der Wunsch nach guten, sicheren Verpackungen wird von beiden Parteien gleichermaßen geäußert. Für Verbraucher bringt eine sichere Schutzverpackung viele Vorteile mit: Sie können sich sehr sicher sein, dass die bestellte Ware unbeschädigt geliefert wird. Dass erhöht das Vertrauen in den Onlinehandel bedeutend und macht ihn erst möglich.

Wäre ein relativ hoher Prozentsatz gelieferter Waren beschädigt, wäre die Bereitschaft, überhaupt online zu bestellen, sehr gering.

Es besteht somit Gewissheit über die Art des Einkaufs. Verbraucher können sich sicher sein, dass das Geschäft mit Erhalt der Ware abgeschlossen ist – keine Retouren und Rücksendungen. Diese kosten viel Zeit und stören Verbraucher in der Regel in ihrem Alltag deutlich.

Eine funktionierende Schutzverpackung ist daher enorm wertvoll, um Vertrauen in den Versandhandel zu stärken – aber wie sieht es bei den Unternehmen aus?

Unternehmen und der Versandschutz

Verpackung mit Füllmaterial
Der passende Schutz der Produkte kann deinem Unternehmen einige Zusatzkosten ersparen.


Für Unternehmen ist jeder unnötig gefahrene Kilometer Strecke ein Kostenfaktor, den sie vermeiden möchten. Ist eine Ladung nicht ausreichend gesichert – ob B2B oder B2C –, drohen Schäden am Packgut. Dieses muss in solch einem Fall entweder ersetzt oder repariert werden. Unter allen Umständen drohen jedoch hohe Kosten.

Eine gute Schutzverpackung reduziert im Onlinehandel beispielsweise die Retourenquote. Verbraucher werden etwa ein beschädigtes Smartphone nicht akzeptieren. Das Gerät geht zurück, muss ersetzt werden, die Versandkosten schlagen erneut zu Buche. Indem Unternehmen von Beginn an in sichere Verpackungen investieren, sinkt diese Quote drastisch und Geld wird eingespart.

Zusätzlich gibt es bei Unternehmen Faktoren wie Kundenservice und Image zu bedenken. Ist ein Betrieb „bekannt“ dafür, oft fehlerhafte Ware zu versenden, wird die Kundschaft bald ausbleiben. Eine hohe Warensicherheit, ermöglicht durch eine passende Schutzverpackung, löst dieses Problem.


Recycling

Die Nachhaltigkeit ist ein weiterer positiver Aspekt einer geringen Retourenquote. Jeder nicht gefahrene Kilometer spart ein wenig CO2 und verbessert die Klimabilanz von Versandunternehmen und Onlinehändlern.


Schutzvarianten im Überblick

Nicht jedes Produkt muss gegen dieselben äußeren Einflüsse immunisiert werden. Stattdessen gibt es viele verschiedene Schutzverpackungen, die für unterschiedliche Ansprüche designt sind.

Schutz vor Stößen und Druck

Ein guter Schutz gegen Stöße und Druck ist weit verbreitet, da viele Packgüter empfindlich sind. Dazu gehören alle Elektronikprodukte, alle Waren aus Glas, alle filigran gearbeiteten, empfindlichen Produkte – oder auch mit Wein gefüllte Flaschen. Produkte wie Wellpappe sind gut geeignet, um einen Puffereffekt zu erzielen, der viele Stöße abfedert.

Bei einer solchen Verpackung kommt es daher vor allem auf Stabilität an. Sie muss hohem Druck standhalten – etwa durch andere Pakete, die gestapelt werden – und gleichzeitig plötzliche Stöße verkraften. Wellpappe erreicht dieses Ziel gut, da sie an das Packgut angepasst werden kann. Einwellige Verpackungen reichen für leichte Versandgüter, dreiwellige Varianten sind für schwere Inhalte besser geeignet.

Ein Gegenbeispiel ist Kleidung. Sie muss normalerweise nicht gegen Stöße und Druck gesichert werden. Dafür sollte sie aber sehr gut vor klimatischen Einflüssen, wie Schmutz oder Feuchtigkeit, geschützt sein. Der Anwendungsfall und damit das Packgut bestimmt also, welche Verpackungsvariante für welchen Inhalt geeignet ist.

Schutz vor Schmutz

Einige Dinge müssen unbedingt sauber bleiben, wie die bereits erwähnte

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Kleidung. Produkte mit Flecken werden vom Verbraucher nicht akzeptiert und können im Handel nicht verkauft werden. Daher eignen sich in diesen Fällen bestimmte Überzüge, oft aus Kunststoff, die um die Versandkartons gespannt werden. Dies hält Feuchtigkeit und Schmutz (etwa durch Regen) gleichermaßen fern.

Soll alles besonders gut gesichert sein, können ebenso Taschen aus purem Kunststoff zum Einsatz kommen. Handelt es sich um Einwegtaschen und -kartons, ist deren Umweltbilanz allerdings sehr schlecht. Dies sollte beim Versand bedacht werden.

Schutz vor Feuchtigkeit

Feuchtigkeit ist für die allermeisten Packgüter ein Problem – von Elektronik über Kleidung bis zu Lebensmitteln. Meistens sind diese Produkte daher, unabhängig vom Versandkarton, ohnehin sicher in Plastik eingepackt. Ausnahmen bestehen höchstens beim Kurzstreckenversand – etwa bei der Bestellung von Waren in einem örtlichen Supermarkt. Über diesen überschaubaren Zeitraum kommen Packgüter ohne gesonderte Verpackung aus.

Beim Langstreckenversand spielt der Schutz vor Feuchtigkeit jedoch eine zentrale Rolle. Dies gilt besonders bei Elektronik, die ohne sicheren Feuchtigkeitsschutz beim Verbraucher wahrscheinlich sofort einen Defekt erleiden würde.

Verwandt mit dem Schutz vor Feuchtigkeit ist ein Korrosionsschutz. Dies ist bei sehr empfindlichen Produkten mit vielen Metallbauteilen unerlässlich. Trockenmittel, die dem Packgut beigelegt werden, erzielen gute Dienste. Sie entziehen der Umgebung Feuchtigkeit, sodass diese nicht ans empfindliche Metall gelangt.

Generell gelten hier außerdem dieselben Tipps wie beim Schutz vor Schmutz: Umverpackungen aus Plastik und Kunststofffolien, die um bestehende Kartons gespannt werden, leisten gute Dienste. In einigen Industrien, wie dem Schuhhandel, ist das unerlässlich, damit teilweise empfindliche Oberflächen nicht im Voraus ruiniert werden.


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Stellst du beim Warenempfang Mängel an der Verpackung fest, solltest du dies sofort reklamieren. Öffnest du alles und nimmst das Produkt in die Hand, kannst du im Zweifelsfall nicht mehr nachweisen, dass der Schaden nicht deine Schuld war.


Schutz vor Kälte und Hitze

Viele Produkte sind heute für einen bestimmten Temperaturbereich spezifiziert. So arbeiten sie zum Beispiel problemlos in einem Bereich zwischen -20° Celsius und +55° Celsius. Bei einem besonders engen Temperaturdelta kann es sein, dass selbst ein Transport bei hierzulande üblichen Temperaturen schon problematisch werden kann. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, existieren Verpackungen speziell für temperatursensible Produkte.

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Eine weithin bekannte Thermoverpackung ist beispielsweise die Luftpolsterfolie. Materialien, die sich dafür ebenfalls eignen, sind Zellstoff und Hanf. Sogenannte Palettenhauben schützen gleich ganze Paletten aus Karton vor Kälte und Hitze gleichermaßen.

Wichtig bei dieser Art der Verpackung ist ihre Isolierfähigkeit. Weder Kälte noch Hitze dürfen im Idealfall ans Produkt gelangen. Verpackungen dieser Art sind meistens spezifiziert mit einem Temperaturunterschied über einen gewissen Zeitraum. So könnte eine Thermoverpackung beispielsweise so gekennzeichnet sein, dass für Transportdienstleister ersichtlich ist, dass die Inhalte pro Stunde ein halbes Grad Celsius wärmer werden. Welche Verpackung für welchen Einsatzzweck ausreicht, kann dadurch schnell berechnet werden.

In einigen Industrien ist der Schutz vor Temperaturanstiegen oder -abfällen sogar kritisch. Ein gutes Beispiel sind Lebensmittel, die den Gefrierpunkt nicht überschreiten dürfen. Die Kühlkette aufrechtzuerhalten, damit beispielsweise Speiseeis gefroren im Supermarkt ankommt, ist essenziell wichtig für diese Industrie.

Schutz vor Packgutverlust durch Kennzeichnung

Sicherlich hast du schon einmal Aufdrucke auf Kartons gesehen, die „Vorsicht, Glas!" oder ähnlich lauten. Diese Kennzeichnungen sind bei allen empfindlichen, von Bruch gefährdeten Produkten wichtig. Dazu kann auch Elektronik gehören – etwa ein Fernseher, dessen Display theoretisch brechen kann.

Unternehmen stehen vor dem Problem, dass sie selbst ihre Produkte zwar bestens kennen. Sobald sie das eigene Haus jedoch verlassen, befinden sie sich in den Händen Dritter – meistens Transportdienstleistern. Diese haben nur die Aufgabe, von A nach B zu fahren. Über den Inhalt der Verpackungen wissen sie in der Regel nicht Bescheid.

Daher existieren Kennzeichnungen, die Dritte wissen lassen, wie sie das Packgut behandeln sollten. „Zerbrechlich“ sind sehr bekannte Aufdrucke, ebenfalls verbreitet ist „Kühl lagern“. Bei manchen elektronischen Produkten, wie Akku-Batterien, sind ebenfalls Warnhinweise aufgedruckt.

Unternehmen schützen sich durch die richtigen Etiketten auf dem Versandgut auch gegen Missbrauch und Betrug. Werden sehr teure Produkte verschickt, lohnen sich Sicherheitsetiketten. Sie geben sofort Auskunft darüber, ob ein Paket bereits geöffnet wurde oder nicht. Dies verhindert, dass Pakete unbemerkt geöffnet werden beziehungsweise verringert die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschehen wird.


Affe

Die Sicherheit deiner Artikel spielt eine große Rolle? Bei Fragen rund um den Schutz deiner Produkte, wende dich direkt an uns.


Optimaler Schutz in der Praxis

Verpackung mit Füllmaterial
Für den idealen Schutz deiner Produkte müssen
verschiedene Details beachtet werden. 


Einen „optimalen Schutz“ kann es in der Art nicht geben, da es immer auf die unterschiedlichen Inhalte und Waren ankommt. Schritt für Schritt kann die Suche nach der richtigen Verpackung in Unternehmen so aussehen:

    • Bestandsaufnahme: Was muss verschickt werden?
    • Problemanalyse: Welchen potenziellen äußeren Einflüssen muss das Packgut standhalten können?
    • Verpackungswahl: Welche Schutzverpackung eignet sich, um die genannten Einflüsse auszuschalten beziehungsweise weitgehend einzudämmen?

Auf diese Weise kann schnell eine geeignete Verpackung gefunden werden, die für das konkrete Packgut geeignet ist. Dabei gilt es, realistisch zu bleiben. Gegen ungewöhnliche Ereignisse zu versichern, wie plötzliche Fluten, wäre unwirtschaftlich.

Fazit: Die Bedeutung der richtigen Schutzverpackung

Ohne einwandfrei verpackte und versendete Güter würde der E-Commerce zum Erliegen kommen. Immer bessere Schutzverpackungen zu designen, ist daher essenziell wichtig für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Sie reduzieren außerdem den Bedarf nach immer umfangreicheren Retouren und helfen dadurch, den CO2-Ausstoß zu minimieren.

FAQ

  1. Was ist der beste Schutz für Verpackungen?

    Den absolut besten Schutz kann es so nicht geben. Das Packgut selbst bestimmt, welche Schutzverpackung am besten geeignet ist. Im Zweifelsfall gilt: Ein Produkt sollte immer lieber zu gut als zu schlecht geschützt sein.

  2. Was ist der beste Verpackungsschutz aus Umweltsicht?

    Geht es um eine möglichst positive CO2-Bilanz, ist der Wellpappe-Karton die Nummer eins. Er hat im Vergleich zu allen anderen Varianten die Nase vorn. Nur spezielle Kunststoffverpackungen, die sehr häufig für sehr viele Transportwege genutzt werden, schneiden noch besser ab.

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